Prostataerkrankungen

Die Prostata ist eine, beim jungen Mann, etwa kastaniengroße Drüse und sitzt unmittelbar unterhalb der Blase. Sie umschließt in ihrer Mitte die obere Harnröhre. Die wichtigste Funktion der Prostata ist die Bereitstellung von Samenflüssigkeit bei der Ejakulation.

Die häufigsten Erkrankungen der Prostata sind:

  • Die Prostataentzündung (Prostatitis)
  • Die gutartige Prostatavergrößerung (Prostatahyperplasie)
  • Der Prostatakrebs (Prostatacarcinom)

Typische Symptome bei einer Erkrankung der Prostata sind: häufiges – oft nächtliches - Wasserlassen, Nachträufeln, Harnstrahlabschwächung, blutiger Urin, Schmerzen im Dammbereich und in den Hoden. Die Prostatakrebserkrankung macht im Frühstadium meistens keine Symptome.

Kürbis

Neben der Erstellung einer Diagnose, was in vielen Fällen durch wenige einfache Untersuchungen möglich ist, besteht unsere Aufgabe zunächst darin Sie über die aktuellen Therapiemöglichkeiten zu informieren. Durch neuere medizinische Erkenntnisse, bessere Medikamente und auch durch alternative Therapie-Verfahren können heute die meisten Prostataerkrankungen ohne Operation behandelt werden.

Benigne Prostatahyperplasie (BPH) und Harnverhalt

Eine schwerwiegende Komplikation der BPH ist der akute Harnverhalt, der häufig zur Krankenhauseinweisung führt und mit einem hohen Rezidivrisiko verbunden ist. Ein akuter Harnverhalt hat bei etwa 20 bis 40% der betroffenen Männer eine Prostatektomie zur Folge, was wiederum mit einer erhöhten Morbidität und Mortalität verbunden ist.

Wie erkennt man Hochrisiko-Patienten?

Ein akuter Harnverhalt ist bei älteren Männern kein seltenes Ereignis. Ein 60jähriger Mann hat ein 15%iges Risiko, innerhalb der nächsten zehn Jahre einen akuten Harnverhalt zu erleiden. Umso wichtiger ist es also, potenziell Betroffene frühzeitig ausfindig zu machen. Besonders gefährdet für eine BPH-Progression und einen akuten Harnverhalt sind ältere Männer mit einem großen Prostatavolumn (>30 ml), ausgeprägter Syptomatik (IPSS >7) und niedrigen Harnflussraten (Qmax.< 12 ml/s).

Hier die wichtigsten Daten im Überblick *:

Risikofaktor Relatives Risiko eines Harnverhalts
Alter 70-89 Jahre vs. 40-49 Jahre: 8fach erhöhtes Risiko
Symptomatik IPSS > 7: 3fach erhöhtes Rsiko
Maximaler Harnfluss (Qmax.) Qmax.< 12 ml/s: 4fach erhöhtes Risiko
Prostatagröße Prostatavolumen > 30 ml: 3fach erhöhtes Risiko
(PSA-Anstieg kann als Prädiktor des Prostatawachstums benutzt werden)

 





* Quellen:
Jacobsen SJ et al., Natural History of Protatism, J. Urol., 1997
Jacobsen SJ et al., Treatment of Benign Prostatic Hyperplasia, J. Urol., 1999

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